Forschung & Projekte

Neuer Empfang und Informationstafeln im Bauernmuseum Zabeltitz (hier klicken)

In der Stube des Auszugshauses sollen die Besucher zukünftig ihren Museumsrundgang starten. Hier entsteht ein zeitgemäßer Empfangstresen für den Ticketverkauf und Infomation. Die historische Wandbemalung und Möblierung wird dabei so weit erhalten, dass die ehemalige Funktion der Wohnstube weiterhin erfahrbar ist und eine Verbindung zwischen alt und neu geschaffen wird. Im Obergeschoss wird ein bemalter Bauernschrank aus dem Jahr 1839 die Langlebigkeit des Inventars im Altenteil demonstrieren.
Im Außengelände sollen fünf neue Stelen die Gäste über die Hofgebäude, deren Geschichte und Bedeutung informieren. Die Texte werden auch in Leichter Sprache angeboten.
Das Vorhaben wird durch das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014-2020 (EPLR) gefördert.  Zuständig für die Durchführung der ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.

 
 

Bauernmuseum Zabeltitz. Archivforschungen zur Hof- und Familiengeschichte< (hier klicken)

Der Dreiseithof des heutigen Bauernmuseums hat eine 200-jährige Geschichte. Diese zu erforschen und zu erzählen, ist Aufgabe des Museums. Wer lebte dort? Wie veränderte sich das bäuerliche Leben auf dem Hof im Verlauf des 19./20. Jahrhunderts? Welche Auswirkungen hatten Kriege, Krisen und wechselnde politische Systeme? 2019 wurde damit begonnen, die Quellen im Hauptstaatsarchiv Dresden zu erschließen. 2020 sind die Kirchen- und Grundbücher gefragt. Bereits jetzt gibt es wesentliche neue Erkenntnisse zur Personen- und Familiengeschichte. Zwei Verträge beschreiben detailliert das Auskommen im Altenteil. Biographien, Namen und Ereignisse werden greifbar, die zugleich ein Stück regionaler Sozial- und Wirtschaftsgeschichte wiedergeben. Sie sind wichtige Grundlage für die weitere museale Gestaltung des Hofes.
 Mitarbeit: Christa Maria Richter M.A., Holger Knaak M.A.
   Abbildung: Julius Wilhelm und Anna Händel vor dem Hof (um 1914, Museum Alte Lateinschule)

Kurt Globig, Mein Leben. Vorlage der Autobiographie (hier klicken)

Der Maler Kurt Globig (1895-1965) ist mit seinen Bildern einer der wichtigsten Chronisten Großenhains im 20. Jahrhundert. 1895 am Hauptmarkt geboren schildert er in seiner Autobiographie das Elternhaus, Schulzeit und Familienleben in Großenhain, Ausbildung in Dresden, die Malreisen nach Süddeutschland, die Erfahrungen und Wirrnisse zweier Weltkriege. Es ist das persönliche Zeugnis der bürgerlichen Großenhainer Gesellschaft und Spiegel der Zeitläufte im späten Kaiserreich, in der Weimarer Republik bis in die erste Nachkriegszeit. Die Familie Globig machte die handschriftliche Autobiographie dem Museum freundlicherweise zugänglich. Sie wurde transskribiert und soll nun reich bebildert und mit Anmerkungen versehen veröffentlicht werden.
Mitarbeit: Jutta Reiß M.A.
Abbildung: Kurt Globigs Elternhaus Marktgasse 1 (um 1900), Selbstporträt 1939

Restaurierung des Zschilleschen Familienporträts (hier klicken)

Es ist das wichtigste Ölgemälde der Großenhainer Sammlung: Das Porträt der Fabrikantenfamilie Richard Zschille. In großbürgerlicher Pose präsentiert sich die sechsköpfige Familie vor einem historisierenden Interieur. Die Heirat mit der Tochter des Chemnitzer Lokomotivenkönigs Richard Hartmann hatte den Tuchfabrikanten zum Millionenerben gemacht. Das großformatige Bild mit dem reich verzierten Rokoko-Rahmen ist Ausdruck dieses Status. Der spätere preußische Hofmaler Rudolf Wimmer war erste Wahl für derartige Porträts.
Die weltberühmte Großenhainer Kunstsammlung von Richard Zschilles ist in alle Welt zerstreut. Umso wertvoller ist das 1939 nach Großenhain gelangte Familienporträt. Die Restaurierung soll den Erhalt des Gemäldes sichern und es optisch und konservatorisch so aufbereiten, dass es später dauerhaft der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.
 

Restaurierung historischer Türen der Großenhainer Stadtschule (hier klicken)

Die beiden historischen Türen zum Karzer und der Kammer im Erdgeschoss des Museum Alte Lateinschule haben bislang keine Beachtung erfahren. Die bogenförmigen Brettertüren besitzen handgeschmiedete Eisenbeschläge, ein rundes Guckloch und einfache Schlösser. Bei der Sanierung wurden sie modern grau lackiert. Offenkundig gehören sie zur alten Ausstattung der 1746 wieder aufgebauten Stadtschule und haben die Geschichte des Hauses, Preuskers Bibliothek und Sonntagsschule, Museumsgründung usw. miterlebt. Sie sollen deshalb restauratorisch auf alte Farbfassungen und Bemalungen untersucht werden. Denkbar wären auch Graffiti der Karzerinsassen. Außerdem soll eine dendrchronologischen Altersbestimmung geprüft werden. Aus diesen Ergebnisse wird sich dann die angemessene museale Präsentation ergeben.
Restaurierung: Dipl. Rest. Kati Böckelmann, Bretnig.Hauswalde (Foto K. Böckelmann)

museum-digital. Die Großenhainer Sammlung im Internet (hier klicken)

Museumsobjekte kostenfrei und auf einfache Weise ins Internet zu bringen, ist Ziel der deutschlandweiten Plattform Museum-Digital. Seit 2020 ist auch das Museum Alte Lateinschule dabei. Den Anfang machte die Archäologie-Sammlung. Die veröffentlichten Objekte der Sammlung Preusker und der Sammlung des Museumsgründers Cal Henn gehören zur sammlungsgeschichtlichen DNA des Museums. Fortlaufend sollen weitere ausgesuchte Sammlungsteile veröffentlicht werden. Die Auswahl wird sich dabei an den aktuellen Ausstellungen und Sammlungsprojekten orientieren.