Aktuelle Ausstellung(en)

„Glanz der Gründerzeit“ - Zschille frisch restauriert

In der Foyerausstellung „Glanz der Gründerzeit – Zschille frisch restauriert“ wird das wertvollste Gemälde der Großenhainer Sammlung präsentiert: das Familienporträt des Tuchfabrikanten Richard Zschille. 2020 wurde das sonst im Depot verborgene Meisterwerk des preußischen Hofmalers Rudolf Wimmer mit Fördermitteln des Freistaats aufwendig restauriert und glänzt nun in alter Pracht. Auf der Medienstation können sich die Besucher über die Restaurierung und den spannenden geschichtlichen Kontext des Ölgemäldes informieren. Als Sammler alter Waffen, Keramiken und wertvoller Bestecke war Richard Zschille seinerzeit in der Kunstwelt weltbekannt. 1884 ließ er sich vom Münchner „Starmaler“ Wimmer mit seiner Familie stolz porträtieren. Bis 1900 hing das Gemälde in der Zschille-Villa in der heutigen Mozartalle. Der finanzielle Ruin kostete Zschille Haus und Sammlungen. 1939 schenkten die Nachkommen das Gemälde dem Großenhainer Museum, wo es an die glanzvolle Gründerzeit und den Reichtum der Großenhainer Tuchfabrikanten erinnert. 12. September bis 31. Oktober 2021

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1954 - 1000 Jahre Großenhain

Es war ein Fest der Superlative: 9 Tage wurde gefeiert. Höhepunkt war der große Festumzug am 1. August. 75.000 Menschen waren auf den Beinen, um den 3 km langen Umzug zu sehen. In 48 Bildern wurde die Großenhainer Geschichte dargestellt, im zweiten Teil präsentierten sich Handwerke, Betriebe und Parteiorganisationen. Ein Teil davon ist jetzt im Museum nachzuerleben: das Stadttormodell, der Riesenstiefel, Original-Plakate oder die Entwürfe für den Festzug von Walter Harras. Fotos zeigen die herausgeputzte Stadt in einer Zeit, als Mangelwirtschaft, Lebensmittelkarten und knapper Wohnraum den Alltag prägten. Die 1000-Jahrfeier bot ein Kontrastprogramm, auch wenn die ganz großen Events wie der Auftritt einer westdeutschen Fußballmannschaft nicht zustande kamen. Erstmals ist die Ausstellung räumlich erweitert worden. Im Nostalgie-Wohnzimmer kann der Duft der 1950er-Jahre geatmet und in Zeitschriften der Zeit geblättert werden. Das Museumskino zeigt die spektakulären Originalaufnahmen mit Sprecher Walter Jakob. Zum virtuellen Ausstellungsbesuch geht es hier.

17. März bis 03.Oktober 2021

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