Ausstellungsarchiv

Kurt Globig (1895-1972) Lebensbilder
3. Juli bis 11. September 2022

Der "Großenhainer Heimatmaler“ war weit mehr als das. Er war in Italien, Frankreich, Dänemark, erlebte die Turbulenzen zweier Weltkriege und verbrachte die letzten Jahre in Hamburg. Seine besondere Liebe galt dem Bodensee, den er 1924 auf seiner ersten großen Wanderfahrt entdeckte und bis 1971 in zahlreichen einfühlsamen Aquarellen festhielt. Sein von der Liebe zur Natur und historischen Orten geprägter Werknachlass wird in der Ausstellung erstmals mit seiner Autobiografie verbunden. Sie schildert den Weg vom behüteten Elternhaus der Kaiserzeit bis in die ersten Jahre der DDR. Die Texte liefern zu vielen Bildern den „Original-Ton“ des Künstlers, geben Aufschluss über die Reisen und die Zeitumstände. Wir lernen einen sensiblen Beobachter kennen, der mit Fleiß, Begeisterungsfähigkeit und vornehmer Bescheidenheit seine Zeit dokumentierte. Die reich bebilderte Lebensgeschichte ist ein einfühlsames Zeitzeugnis des 20. Jahrhunderts weit über Großenhain hinaus.

Die DDR. Zwischen Repression und Widerspruch
12. April bis 12. Juni 2022

Die Wanderausstellung der Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur erzählt die Geschichte der DDR im Spannungsbogen von Unterdrückung und Auflehnung. Das Museum Alte Lateinschule präsentiert sechs Kapitel mit insgesamt 55 Tafeln. In chronologischer Reihenfolge werden die wichtigsten Ereignisse und die dahinter stehenden Strukturen dargestellt. Persönliche Schicksale geben den Ereignissen ein Gesicht. Tausende waren von staatlichen Maßnahmen wie Mauerbau, Zwangsumsiedlungen und Gleichschaltung im SED-Staat betroffen. Das letzte Kapitel fragt nach den Folgen und dem Umgang mit dem DDR-Unrecht heute. Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai in Großenhain zu sehen.

Es war einmal... Scherenschnitte von Bettina Beyer
28. November 2021 bis 6 März 2022

In der Kabinettausstellung sind ab 28. November Scherenschnitte der Kraupaer Künstlerin Bettina Beyer zu sehen. Es geht um Sagen, Märchen und alte Überlieferungen, die in den kunstvollen Bildern Gestalt annehmen. Die Silhouetten zeigen Menschen, Tiere, Burgen und Landschaften. Am 12. Dezember lässt Bettina Beyer die Figuren im Schattenspiel von „Hase und Igel“ lebendig werden. Die Ausstellung ist bis zum 6. März im Museum Alte Lateinschule zu sehen. Bitte beachten Sie die geltenden Einlass- und Hygiene-Regeln.

Glanz der Gründerzeit“ - Zschille frisch restauriert
12. September bis 21. November 2021

In der Foyerausstellung wird das wertvollste Gemälde der Sammlung präsentiert: das Familienporträt des Tuchfabrikanten Richard Zschille (1847-1903). 2020 wurde das im Depot verborgene Meisterwerk des preußischen Hofmalers Rudolf Wimmer mit Fördermitteln des Freistaats aufwendig restauriert und glänzt nun in alter Pracht. Auf der Medienstation können sich die Besucher über die Restaurierung und den spannenden geschichtlichen Kontext des Ölgemäldes informieren. Als Sammler alter Waffen, Keramiken und wertvoller Bestecke war Richard Zschille seinerzeit in der Kunstwelt weltbekannt. 1884 ließ er sich vom Münchner „Starmaler“ Wimmer mit seiner Familie porträtieren. Bis 1900 hing das Gemälde in der Zschille-Villa in der heutigen Mozartalle 123. 1939 schenkten die Erben das Gemälde dem Großenhainer Museum, wo es an die glanzvolle Gründerzeit und den Reichtum der Großenhainer Tuchfabrikanten erinnert.

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1954 - 1000 Jahre Großenhain
16. März bis 3. Oktober 2021

Es war ein Fest der Superlative: 9 Tage wurde gefeiert. Höhepunkt war der große Festumzug am 1. August. 75.000 Menschen waren auf den Beinen, um den 3 km langen Umzug zu sehen. In 48 Bildern wurde die Großenhainer Geschichte dargestellt, im zweiten Teil präsentierten sich Handwerke, Betriebe und Parteiorganisationen. Ein Teil davon ist jetzt im Museum nachzuerleben: das Stadttormodell, der Riesenstiefel, Original-Plakate oder die Entwürfe für den Festzug von Walter Harras. Fotos zeigen die herausgeputzte Stadt in einer Zeit, als Mangelwirtschaft, Lebensmittelkarten und knapper Wohnraum den Alltag prägten. Die 1000-Jahrfeier bot ein Kontrastprogramm, auch wenn die ganz großen Events wie der Auftritt einer westdeutschen Fußballmannschaft nicht zustande kamen. Erstmals ist die Ausstellung räumlich erweitert worden. Im Nostalgie-Wohnzimmer kann der Duft der 1950er-Jahre geatmet und in Zeitschriften der Zeit geblättert werden. Das Museumskino zeigt die spektakulären Originalaufnahmen mit Sprecher Walter Jakob.
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Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit
12. Juli bis 18. Oktober 2020
30 Jahre ist es her, dass sich das Leben in Ostdeutschland fast von einem Tag auf den anderen völlig veränderte: neues Geld, neue Autos, neue Parlamente, neuer Staat. Das Museum erinnert jetzt in einer neuen Doppelausstellung an den historischen Umbruch. Die Plakatausstellung der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erzählt die gesamtdeutsche Wendegeschichte. Das Museum hat die Großenhainer-Wendechronik inszeniert: von den Kommunalwahlen über das Solaris-Konzert und die ersten Proteste bis zur Einführung der D-Mark, Wiedervereinigung und dem Superwahljahr 1990. Im Museumskino läufte der Großenhainer Wendefilm mit den Originalaufnahmen von 1989. Für den Schulunterricht gibt es passendes didaktisches Material und eine Handreichung für Lehrer. 
 
Sachsens Geschichte unterm Acker. Landwirte schütze Denkmale
28. Februar bis 21. Juni 2020 - Achtung: Verlängerung wegen Corona!

Die Wanderausstellung des Landesamtes für Archäologie Sachsen zeigt, welche archäologischen Schätze unter unseren Füßen liegen, wie sie mit modernen Methoden aufgespürt und vor der Zerstörung geschützt werden können. Highlight ist ein im Block geborgenes Urnengrab. An einer Medienstation kann die Bergung im Zeitraffer nachverfolgt werden. In drei Vitrinen präsentiert das Museum erstmals seine eigenen archäologischen Schätze. Alle wichtigen Stücke sind vertreten: Das Bronzedepot von Zabeltitz, der Bronzedolch von Wildenhain, die Gussform aus Gävernitz und die Bronzeringe aus Bauda. Die Fundstücke aus der Sammlung von Karl Benjamin Preusker sind die ältesten Objekte des Museums. Die Ausstellung ist aus aktuellem Anlass verlängert worden. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Öffnungszeiten.

 

Spielewelten
29. November 2019 bis 23. Februar 2020

Diesmal geht es um Spiele, Spielzeuge und Geschichten rund um das Spielen aus der Stadt Großenhain. Die Besucher begegnen Karl Benjamin Preusker, Kurt Globig und Karl Max Dittmann, die sich erinnern, womit in ihrer Zeit gespielt wurde. „Der kleine Doppeldecker“ dreht seine Kurven, es gibt die liebevollen Spielentwürfe von Kurt Eggert und die Modelleisenbahn „Märchenland“ des Lausitzer Modelleisenbahnvereins e.V., Senftenberg, zu bestaunen. Zwei Kugelbahnen und eine Holzeisenbahn laden ausdrücklich zum Anfassen und Mitspielen ein.